Mindestendalter des Renteneintrittes in der staatlich geförderten Rente erhöht

Aufgrund neuer Beschlüsse des Gesetzgebers wird ab dem 01.01.2012 auch das Mindestendalter für die staatlich geförderte Altersvorsorge und privaten Altersanlagen von 60. auf 62. Jahre erhöht.

Bis jetzt war es normal sich seine Privaten Spareinlagen, für den Lebensabend, ab dem 60. Lebensjahr auszahlen zu lassen. Nebensächlich ob nun in Form von monatlichen Auszahlungsbeträgen zum Beispiel per geförderten Riesterverträgen und/oder betrieblicher Altersvorsorge oder einmalige Auszahlungen von Rentenversicherungen. Doch aufgrund der immer gesundheitsbewussteren Lebensweise und dem demographischen Wandel leben die „Senioren immer länger und ihre Zahl wächst.

Der Gesetzgeber beschloss das Renteneintrittsalter für staatlich geförderte Altersabsicherungsprodukte sowie für betriebliche Renten per 01.01.2012 auf das 62. Lebensjahr zu steigern. Für wessen Lebensplanung das auf keinen Fall geeignet ist, der muss jetzt zügig reagieren und vor Jahresende noch eine Vorsorgemaßnahme treffen.

Für Lebensversicherungspolicen, an dessen Ende die Auszahlung vorgesehen ist, wird das sogenannte Halbeinkünfteverfahren in Bezug auf die Besteuerung der Kapitalerträge geltend.
Das Halbeinkünfteverfahren basierte bisher auf der 12/60er Regel. Diese besagt, dass nur die Hälfte der Erträge aus der Lebensversicherung zu versteuern sind, sofern die Lebensversicherungspolice eine Mindestlaufzeit von 12 Jahren und der Versicherungsnehmer bei Auszahlung das 60 Lebensjahr erreicht hat.

Ab dem 01.01.2012 gilt nun allerdings die 12/62er Regel. Die besagt das man nun das 62. Lebensjahr bei Auszahlung erreicht haben muss.

Ebenso für neu abgeschlossene Förderrenten erhöht sich die Altersgrenze. Aus diesem Grund darf auch hier erst frühestens mit 62 angefangen werden die Rente und teilweise Kapitalzahlungen im Zusammenhang mit Riesterverträgen auszuschütten.
Sofern die Zusage erst nach dem 31.12.2012 erfolgt, gilt für Betriebsrenten der selbe Grundsatz, nämlich dass die Leistungen für den Lebensabend erst ab dem 62. Geburtstag erbracht werden, ganz gleich ob es dabei um eine Pensionszusage, eine Unterstützungskasse oder um einen versicherungsförmigen Durchführungsweg geht.

Wer die noch gültige Bestimmung in Zukunft in Anspruch nehmen möchte, muss darauf achten, dass er unbedingt noch einen
Kontrakt vor Ende diesen Jahres abschließt.

Als spätester Vertragsbeginn gilt bei den meisten Versicherungskonzernen der 01.03.2012.

Nachträgliche Vertragsänderungen, aufgrund im Voraus vereinbarten Leistungserweiterungen, die als solche nach dem Neujahres Beginn vorgenommen werden, verändern das Mindestendalter nicht. So sind z.B.: jährliche Zuzahlungen zu Basisrenten unter gewissen Einschränkungen möglich.

Speziell bei der Unternehmenseigenen Altersvorsorge müssen die Versorgungszusagen auch bis zum 31.12.2011 gemacht werden.
Diese können auch in Form einer Betriebsvereinbarung, Versorgungsordnung oder eines Tarifvertrages erfolgen.
Auch bei der Betrieblichen Altersvorsorge wird das Renteneintrittsalter, durch reine Leistungserhöhungen, nicht beeinflusst.
Allerdings muss der neue Arbeitgeber bei einem Firmenwechsel die existierende Zusage übernehmen oder zumindest einem versicherungsförmigen Durchführungsweg zustimmen.

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